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Newsreihe
Verfasst am 26.07.2010 von
Grundgedanke und Philosophie der Hip Hop-Kultur...

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Nachdem in den vorherigen Teilen die grundlegende Geschichte zur Entstehung und Entwicklung des Hip Hops beleuchtet wurde, wollen wir uns nun mit dem Grundgedanken und der Philosophie beschäftigen. Für einen großen Teil dieser mittlerweile weltweit entwickelten Subkultur der urbanen Jugend, ist Hip Hop nicht einfach nur eine Musikrichtung, sondern mehr als das. Immer wieder ist von dem "Lebensgefühl" und der "Lebenseinstellung" Hip Hop zu hören und zu lesen.

Doch was genau verbirgt sich hinter dem Grundgedanken und der Philosophie?

Die in den 70er Jahren entstandene Zulu Nation um ihren Gründer Afrika Bambaataa umschrieb sie mit "Peace, Unity, Love and Having Fun" - im Grunde also Frieden, Gewaltfreiheit, Einheitlichkeit, Liebe und dem Drang Spaß zu haben. Und tatsächlich wurde diesen Grundgedanken in den Entstehungsjahren des Hip Hops auch Folge geleistet. So machten sich der Gewaltverzicht und der Aufruf nach Frieden hauptsächlich bei den Breakdancern bemerkbar, die ihre Konflikte ausschließlich auf der Tanzfläche lösten.

Dem gegenüber entwickelte sich jedoch Ende der 80er Jahre an der Westküste der Gangster Rap als eine Form des Rap, der im kompletten Widerspruch zur eigentlichen Hip Hop-Philosophie stand. Er zeichnete sich durch eine besonders nachdrückliche Sprache aus und hat noch heute Bestand. Betrachtet man die heutige Gewalt untereinander und teilweise vorherrschende Gewaltverherrlichung in den Texten der Rapper, muss man zu dem Schluss kommen, dass von den alten Idealen und Grundgedanken des Hip-Hops nicht mehr viel übrig geblieben ist.

Nichtsdestotrotz verfolgt die Hip Hop-Kultur einen weiteren Grundgedanken stetig, nämlich jenen nach der unaufhörlichen und selbstständigen Weiterentwicklung des Hip Hops und deren einzelner Elemente.

Der respektvolle Umgang mit der Würde und Unverletzlichkeit des Lebens ohne Diskriminierung und Vorurteil war ein weiterer Kernpunkt der damaligen Philosophie. Anhänger der Hip Hop-Kultur sollten die Sicherung und Entwicklung des Lebens wertschätzen und dies über ihre individuellen Entscheidungen stellen. Ob dies heute immer noch der Fall ist, kann man zumindest in Bezug auf die Unverletzlichkeit des Lebens, gewiss verneinen. Auch im Bezug auf die Gewaltfreiheit lässt sich ohne weiteres feststellen, dass dieser Leitgedanke aus den 70er Jahren heute nicht mehr aktuell zu sein scheint.

Ein jedoch bereits damals wohl definierter Grundsatz hat auch noch heute Bestand. Er bezieht sich auf das unbezahlbare Prinzip von der Selbstbestärkung der Hip Hop-Kultur und deren einzelner Elemente - Breakdance, MCing, Graffiti, DJing und Beatboxing - die gegen Geld, Ehre, Respekt etc. zwar eingetauscht, nie jedoch verkauft werden können. Die Kultur des Hip-Hops und der Hip-Hop als solches ist unverkäuflich und kein Produkt.

In den Nächsten Wochen werfen wir dann einen genaueren Blick auf die vier Elemente - den Anfang macht das Mcing...

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